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Donnerstag, 6. November 2003
Der Finke-River
ist einer der längsten - und wenn er Wasser führt - gewaltigsten
Flüsse Australiens. Er entspringt in den West
MacDonnell Ranges und versickert nach 2500 km im Sand der Simpson
Desert.
Wie alle Flüsse Zentralaustraliens ist er ein "upside-down-river",
bei dem während Trockenzeit unterhalb des sandigen Flußbettes immer
noch Wasser zu finden ist. Nur so können die riesigen River Gum Trees
auch eine langanhaltende Dürre überstehen.Im Flussbett bleiben an
einigen Stellen permanente Wasserlöcher (waterholes) übrig, die
für das Überleben der einheimischen Tiere in der wüstenhaften
Landschaft von großer Bedeutung sind.

Boggy
Hole liegt wie ein kleiner See in einer roten
Sandsteinumgebung. Aufgrund des Fischreichtums leben hier zahlreiche Wasservögel:
Kormorane, Löffler, Pelikane und verschiedene Entenarten. Erst die Regenfälle
des kommenden Sommers werden das trockene Flußbett in einen reißenden
Strom verwandeln. An der Höhe toter Äste die sich in den Bäumen
verfangen haben, kann man die Wasserhöhe der letzten Flut ablesen, an
einigen Stellen bis zu zwei Meter.
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Freitag, 7. November 2003
Unsere Campsite am Ufer des "Sees" ist wunderschön, auf einer
Kiesfläche unter einem riesigen River Gum Tree, mit einer großen
Feuerstelle und alten Baumstämmen zum Sitzen. Besser könnte es kaum
sein. Es ist sehr heiß, mindestens 40° im Schatten, dazu weht ein
warmer Wind, der auch die lästigen Fliegen vertreibt. Heute feiern wir
Bernhards 50. Geburtstag, sogar mit Apfelkuchen - gebacken im Camp Oven im
offenen Feuer. Er ist zwar leicht verkohlt an einigen Stellen, aber schmeckt
so richtig nach Outback. Abends backen wir wieder frische Brötchen und
trinken Wein dazu, in einer perfekten Vollmond Nacht. Wir lassen das Feuer
ausgehen und schauen auf das vom Mond erleuchtete Boggy Hole.
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