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Freitag, 14. November 2003
Wir sind wieder in Alice Springs. Wir haben
Paula und Stewart zuhause besucht. Paula ist eine erfolgreiche Künstlerin,
sie malt abstrahierte Landschaftsbilder, wie Ansichten aus dem Flugzeug. Sie
stammt aus dem Süden Australiens, ist aber, wie so viele ihrer Generation,
als Kind von ihrer Familie getrennt worden und in einem weißen Heim
aufgewachsen, der Aboriginal-Kultur entfremdet. Daher unterscheidet sich ihre
Malerei wesentlich von der Kunst der Aborigines in den Communties der Wüsten.
Doch das sogenannte Dot-Painting mit Acryl auf Leinwand, das allgemein als
"Aboriginal Art" bezeichnet wird, ist erst Anfang der 70er Jahre
von Weißen in den Communities initiiert worden. Die berühmtste
"Bewegung" entstand in Papunya, rund 270 km westlich von Alice(Papunya
Tula - Art of the Western Desert). Früher haben die Künstler "Dreamtime-Stories"
nur zu speziellen Anlässen in den Sand gemalt.
Paula und Stewart leben im Zenrum von Alice in einem kleinen
Haus mit Garten: ein paar Tomatenpflanzen, ein Orangenbaum, alte Waschbecken
mit Kräuterpflanzen, und eine ausgediente Baddewanne mit Fischen und
Krabben, die sie mal im Boggy Hole gefangen haben. Dazu ein Planschbecken
und eine kleine Hütte aus Wellblech. Wer hat schon Yabbies in der Badewanne
mitten in Alice?
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