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| Going North To Cape York | ||||||||||||
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Sonntag, 30. November 2003 Von all dem ist jetzt nichts mehr übrig. Einige alte Gebäude aus den besseren Zeiten, sogar ein paar Prachtbauten, finden sich entlang der Straßen. Das ehemalige Convent der "Sisters of Mercy" beherbergt jetzt das äußerst interessante "James Cook Museum". Dazu gibt es einen Supermarkt, eine Tankstelle, einen Andenkenladen, ein paar Reparaturwerkstätten und einen Friedhof. Im Juni 1770 entstand hier die erste weiße Siedlung Australiens als der berühmte Captain James Cook hier sein Schiff "Endeavour" gegen ein Riff gesteuert hatte und es reparieren mußte. Der Fluß, in dessen Mündung sein Schiff vor Anker lag, heißt Endeavour River Rund ein Jahrhundert später wurde der Endeavour River zum Einfallstor
für den "Palmer River Goldrush"
(1873 -1883). Cooktown begann als Zeltstadt, schnell siedelten sich Händler,
Banken, Bars, Bordelle und chinesische Gebetshäuser an. Die durchaus
kannibalistischen Ureinwohner wehrten sich zuerst vehement, doch sie wurden
gnadenlos umgebracht und viele Stämme endgültig ausgelöscht.
Wir "wohnen" auf einem Campground am Rand des Ortes inmitten eines "Paperbark-Tree Woodland". Das sind riesige uralte Bäume, die im Wind knarren wie alte verrostete Türen. Das Wildlife dieses Campingplatzes ist faszinierend. Hier haben wir zum ersten Mal den Vogel "Yellow Oriole" gehört, der den ganzen Tag lang aus der Höhe der Bäume wohltönende Rufe wie "chong, chong chogong" aussendet, die dann von seinen Artgenossen beantwortet werden.
Dazu sind zahllose andere Vögel zu hören und zu sehen, mit teils angenehmen Lauten, aber auch die kreischenden Rainbow Lorikeets, wenn sie sich um reife Mangos zanken. Durch das dichte Gebüsch laufen Brush-Turkeys, Curlews und große Goannas (Echsen). Und natürlich neugierige Wallabies.
Da jetzt keine Touristen-Saison ist, sind wir in dem Waldstück meist alleine, einige Caravanbesitzer haben ihre Wohnwagen in einem anderen Teil des riesigen Geländes. Meist faulenzen wir, lesen, hören den Vögeln zu oder laufen mit dem Teleobjektiv hinter dem Wildlife her.
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© 2004 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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