![]() |
||||||||
| Southern Ocean To Simpson Desert | ||||||||
|
Dienstag, 20. April 2004
Schön im üblichen Sinne ist es hier nicht, die Eintönigkeit endloser hitzeflirrender Gibber Plains (Steinwüsten) wirkt abweisend, am Straßenrand zeugen Ruinen stillgelegter Bahnhöfe, alte verrostende Autos von den begrabenen Träumen von Wohlstand und Reichtum in der unerbittlichen Wüste. Nach einigen guten Regenzeiten mag es hier grün und verlockend aussehen, aber das ist eher selten, meist herrscht gnadenlose Trockenheit.
Umso erstaunlicher wirken die "Moundsprings"
auf uns, grüne Oasen, mit warmem blubberndem Wasser, das aus dem
Great
Artesian Basin heraussprudelt, dort wo die Erdkruste dünn genug
ist. Das stark mineralhaltige Wasser ist vor Millionen von Jahren als
Regen in die Erde gesickert. Entlang des Tracks am Westrand der Simpson
Desert stellten die Quellen die Wasserversorgung für die Viehtrecks,und
später für die Dampflokomotiven des Ghan Trains sicher.
|
![]() |
|||||||
![]() |
||||||||
![]() |
||||||||
![]() |
||||||||
|
Mittwoch, 21. April
|
![]() |
|||||||
|
||||||||
|
Wir übernachten in Oodnadatta, am "famous" Oodnadatta Pink Roadhouse. Famous war es wohl einmal, als der Tourismus durch die Simpson Desert noch in den Anfängen begriffen war, doch jetzt ist es eher ein gut gepflegter und gehätschelter Mythos. Der Campground im Hinterhof ist voller Müll und Chaos und im Roadhouse ist alles viel zu teuer. Bei unserer ersten Simpson Desert Tour im Juli 2000 war uns das nicht so negativ aufgefallen. Da war wirklich noch fast alles an diesem Roadhouse "pink", aber inzwischen ist die Farbe abgeblättert. Der kleine Ort hat inzwischen einen "Generalstore".
Viel gibt's hier auch nicht. Das tiefgefrorene Brot heißt "Wonder
White" oder "Mighty Soft", was uns eher an Waschmittel
erinnert. |
![]() |
|||||||
© 2004 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
All Rights Reserved
Impressum