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| Southern Ocean To Simpson Desert | ||||||||
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Freitag, 14. Mai 2004
Wir kommen "rechtzeitig" zum Abendessen im 40km entfernten Camp an, Holly ist in dieser Woche die Camp-Köchin und brät riesige Mengen Steaks für ihre "boys". Die Boys ( 5 Stockmen und der Stationmanager) haben in den letzten Tagen 120 schlachtreife Rinder im Busch zusammengetrieben, mit Pferden und Motorrädern. Morgen früh werden sie auf einen Roadtrain verladen und nach Brisbane ins Schlachthaus transportiert. Damit der Truck überhaupt an den "stockyard" mitten in dem riesigen Gelände fahren kann, muß vorher mit dem Grader eine "Straße" gezogen werden.
Das Camp-Feuer ist der Platz an dem sich alle abends zusammenfinden, um zu essen, Tee zu trinken und vor dem Schlafengehen noch etws zu schwatzen. Romantisch ist dieses Leben nicht, die Arbeit ist hart und sehr staubig, neben dem Feuer dröhnen zwei Generatoren, um die Lebensmittel zu kühlen, verschiedene Maschinen anzutreiben und für etwas elektrische Beleuchtung zu sorgen. Gegen 8 Uhr werden die Generatoren ausgeschaltet, Swags zum Schlafen irgendwo auf dem Boden ausgebreitet. Dann ist Stille. Es ist eine sehr dunkle Nacht, der Himmel ist bewölkt, weder Mond noch Sterne. Vielleicht wird es regnen.
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Samstag, 15. Mai 2004
Glengyle ist eine Cattle-Station der S. Kidman Company, 5.500 Quadratkilometer groß, mit 10.000 Rindern. Da die Station am Ostrand der Simpson Desert liegt, wird diese große Fläche gebraucht, um alle Tiere zu ernähren. In Deutschland wäre eine Farm mit einer Flächengröße von beispielsweise 55 mal 100 km unvorstellbar. Auf der Station leben und arbeiten 10 Erwachsene und zwei Kinder. Da es im Inneren Australiens nur sehr selten regnet, ist eine Cattle-Station hier in hohem Maße von den Monsunregen des tropischen Nordens abhängig. Dieses Jahr wird ein gutes Jahr, da der Eyre Creek, der durch das Gebiet fließt, weite Teile des Weidegebiets überflutet hat, es viel Grünfutter gibt, und die Wasserversorgung für die Rinder gesichert ist. In trockenen Jahren kann es kritisch werden, dann werden die Tiere eingefangen, auf Road Trains verladen und nach Norden auf andere Stations gebracht, um zu fressen. Es ist Samstag mittag, Weekend. Das Camp wird zusammengeräumt, nächste Woche stehen Arbeiten in der Homestead an, dann ein Training mit Pferden und irgendwann werden weitere Rinder für den Schlachthof ausgemustert und das Camp wieder in Betrieb genommen. Nur Joe der Graderfahrer bleibt hier und sorgt für befahrwege Wege auf dem riesigen Gelände: it's a bit lonely sometimes, but you get used to it.
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Peter, Georgie, Jon, Strat, Joe, Paul, Kevin, Peter, Mick, Holly, Michelle, Keegan, and the dog
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© 2004 Ingrid Weidig, Bernhard Boedeker
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