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Down South Via Canning Stock Route

14. Tag, Sonntag, 18. Juli 2004
Von den Desert Oaks ist es nicht mehr weit bis zur Durba Spring. Im Laufe des Vormittags ist die Wolkendecke aufgerissen und die Sonne strahlt am australisch blauen Himmel. Bald erreichen wir Killigurra Spring: eine rote Sandsteinschlucht, fließendes Wasser ein unbeschreibliches Duftgemisch aus Eukalyptus, Minze mit einem Hauch Vanille.

Killigurra Spring

Am Ende der Schlucht eine Quelle, an den roten Felswänden rätselhafte Aboriginal Zeichnungen. Ein magischer Ort, eine sacred Site der in der Umgebung lebenden Aboriginals, die auch heute noch für Zeremonien benutzt wird, die Felsen sind glattpoliert von jahrtausende langer Benutzung.

at Killigurra Spring

Killigurra ist eine sacred Men's Site. Frauen und Weiße sind hier verboten, lesen wir im Reiseführer. Was die Zeichnungen bedeuten, wird aber nicht mitgeteilt, ist vielleicht auch nicht bekannt. Es geht das Gerücht, daß die Schlucht geschlossen werden soll, da in den letzten Jahren immer mehr Weiße die Canning S.R. befahren und die Gorge "entdecken". Was einst fast unerreichbar war, wird zur Touristenattraktion.

Wir fahren weiter bis zur 6 km entfernten Durba Spring, ein Ort voller Schönheit, mitten in einer Sandwüste. Das ist ein Ort zum Leben mit frischem Wasser, schattigen Eukalypten und grünem Gras un d einem erstaunlich sauberen Toilettenhäuschen (Kompostklo). Wir sind hier nicht allein, Durba Spring ist eine der Hauptattraktionen der Canning Stock Route, immer noch gut 500 km von Wiluna entfernt. Von Süden kommend, ist hier rund ein Viertel der Strecke geschafft, kommt man von Norden sind es schon drei Viertel. Ein Ort zum Entdecken und Relaxen, Wäsche waschen, baden ....
Fast alle bleiben mindestens ein bis zwei Tage hier. Wir treffen auch die vier Jungs aus Broken Hill wieder, sie haben schon zwei Tage Pause gemacht. Es gibt viel zu erzählen. Doch zuerst müssen wir uns an die "vielen Menschenstimmen" gewöhnen, meist hatten wir alleine in der Wüstenstille gecampt.

Durba Spring

 

 

Killigurra Spring
at Killigurra Spring
Durba Spring
camp at Durba Spring
wild bees   Ringneck Parrot   Pizza in camp oven

15. Tag, Montag, 19. Juli 2004
Rest Day at Durba Spring. Wäsche waschen. Aufräumen. Faulenzen. Zwei leere Dieselkanister tauschen wir gegen zweimal warm duschen im Camp von Helen and Terry und viel gesägtes Feuerholz ein. Super. Bei einem Walk in der Durba Gorge entdecken wir Aboriginal Zeichnungen, leuchtend bunte Papageien und wilde Buschbienen, die angeblich keinen Stachel haben sollen. Aber niemand mag es ausprobieren.

16. Tag, Dienstag, 20. Juli 2004
Noch ein Pausentag. Brot backen für die nächsten Tage, Mittags gibt es Pizza aus dem Camp Oven. Lesen. Das Wetter ist super, morgens lausig kalt, aber die Sonne geht früh auf, gegen Mittag wird es bis zu 25°C sonnenwarm - mitten im Winter .Und abends bestaunen wir den fantastischen Nachthimmel in einer der klarsten Gebiete Australiens, die Milchstraße wölbt sich wie ein riesiger Bogen über uns, mitten darin das Kreuz des Südens.

 

Durba Spring

 

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